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Infrarotkabinen sehen sich auf Fotos zum Verwechseln ähnlich. Der eigentliche Unterschied steckt in den Strahlern – und genau dort sparen günstige Modelle. Dieser Ratgeber erklärt, worauf es ankommt.

Noch unsicher, ob es Infrarot oder eine klassische Sauna sein soll? Dann lesen Sie zuerst Infrarotkabine oder finnische Sauna.

Die Strahler: das Herz der Kabine

Infrarotstrahlung wird nach Wellenlänge in IR-A (kurzwellig, dringt am tiefsten ein), IR-B und IR-C (langwellig, wirkt vor allem an der Hautoberfläche) eingeteilt. Die Strahlertypen unterscheiden sich vor allem darin, welchen Anteil sie abgeben und wie heiß ihre Oberfläche wird:

StrahlertypEigenschaftenGefühl
Flächenstrahler (Carbon)große Fläche, niedrige Oberflächentemperatur, vor allem IR-Csanft und gleichmäßig
Keramik- / Magnesiastrahlerkleinere Fläche, höhere Temperatur, IR-B und IR-Cintensiver, punktueller
Vollspektrumstrahlergeben zusätzlich IR-A ab, oft mit rotem Lichtintensiv, tiefe Wärme
Kombinationenz. B. Flächenstrahler am Rücken, Vollspektrum vorneflexibel, meist teurer

Es gibt keinen „besten“ Typ – es kommt darauf an, was Sie angenehm finden. Wer kann, probiert verschiedene Kabinen im Fachhandel oder in einer Therme aus.

Anordnung und Leistung

Wichtiger als der Typ allein ist, wo die Strahler sitzen:

  • Rücken: Standard bei fast allen Kabinen.
  • Waden und Füße: oft vergessen, macht aber einen großen Unterschied, wenn man schnell kalte Füße hat.
  • Seiten und Front: sorgen dafür, dass der Körper von allen Seiten erwärmt wird.

Die Gesamtleistung liegt bei Kabinen für 1–2 Personen meist zwischen etwa 1,5 und 2,5 kW, für größere Kabinen auch darüber. Mehr Watt bedeuten nicht automatisch mehr Qualität – entscheidend ist eine gleichmäßige Verteilung.

Größe und Platz

Personentypische Außenmaße (B × T)
1ca. 90–100 × 90–100 cm
2ca. 120–150 × 100–120 cm
3–4ca. 150–200 × 120–150 cm (Ecklösungen)

Rechnen Sie zur Stellfläche etwas Abstand zur Wand (Belüftung, Kabel) und den Platz für die Tür dazu. Messen Sie auch die Raumhöhe und den Weg in den Raum: Die Elemente werden zwar zerlegt geliefert, sind aber groß.

Stromanschluss

Die meisten Kabinen für 1–3 Personen laufen an einer normalen Schuko-Steckdose (230 V). Wichtig ist, dass die Steckdose eigen abgesichert ist und nicht gleichzeitig Waschmaschine oder Heizlüfter versorgt. Große Kabinen können einen eigenen Anschluss erfordern – das steht im Datenblatt.

Holz und Verarbeitung

  • Hemlock: sehr verbreitet, hell, harzarm und formstabil.
  • Zeder: aromatisch, dunkler, teurer.
  • Espe / Pappel: hell und hautfreundlich, gut für Allergiker.

Prüfen Sie Verarbeitung und Verbindungen: Werden die Wände mit Clips verbunden (schneller Aufbau) oder verschraubt? Sind Kanten und Bänke sauber geschliffen? Liegen die Kabel verdeckt?

Steuerung und Extras

Bedienpanel innen und außen, Zeitvorwahl, getrennt regelbare Strahler und eine Leselampe sind sinnvoll. Farblicht, Bluetooth-Lautsprecher und Sauerstoff-Ionisatoren sind nett, sollten aber nicht über die Kaufentscheidung bestimmen.

Sicherheit und Siegel

Das CE-Zeichen ist Pflicht, sagt aber wenig über die Qualität aus – der Hersteller vergibt es selbst. Aussagekräftiger ist ein GS-Zeichen („Geprüfte Sicherheit“) einer unabhängigen Prüfstelle. Werbeaussagen zu „Low EMF“ oder zu Heilwirkungen sollten Sie kritisch lesen und nach konkreten Messwerten fragen.

Was kostet eine Infrarotkabine?

  • Kabinen für 1–2 Personen: meist im niedrigen vierstelligen Bereich.
  • Größere Kabinen und Kombisaunen (Infrarot + Saunaofen): entsprechend mehr.

Im Betrieb ist eine Infrarotkabine günstig: Mit rund 2 kW und kurzer Vorwärmzeit liegen die Stromkosten pro Anwendung meist unter einem Euro – die Rechnung finden Sie im Artikel Sauna-Stromkosten.

Eine große Auswahl an Infrarotkabinen mit unterschiedlichen Strahlertypen gibt es zum Beispiel bei Saunaloft und TroniTechnik.

Checkliste Infrarotkabine

  1. Strahlertyp passend zum eigenen Wärmeempfinden (am besten ausprobiert).
  2. Strahler auch an Waden und Seiten, nicht nur am Rücken.
  3. Stellfläche, Raumhöhe und Transportweg gemessen.
  4. Eigene, abgesicherte Steckdose vorhanden.
  5. Holzart und Verarbeitung geprüft.
  6. Garantie, Ersatzstrahler und Kundendienst in Deutschland geklärt.