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Der Aufguss ist für viele der Höhepunkt des Saunagangs: Wasser verdampft auf den heißen Steinen, die Luftfeuchtigkeit steigt schlagartig und die Hitze wird plötzlich viel intensiver spürbar. Mit ein paar Regeln gelingt das auch in der eigenen Sauna – sicher und ohne klebrige Steine.

Was beim Aufguss passiert

Die Temperatur in der Sauna steigt beim Aufguss kaum, aber die Luftfeuchtigkeit. Feuchte Luft überträgt Wärme besser auf die Haut, deshalb fühlt sich derselbe Raum plötzlich viel heißer an. Darum gilt: lieber wenig Wasser, in mehreren Schritten.

Das brauchen Sie

  • Saunakübel und Kelle mit langem Stiel (Holz mit Kunststoff- oder Metalleinsatz),
  • Aufgusskonzentrat speziell für die Sauna,
  • optional ein Handtuch zum Wedeln, das die heiße Luft verteilt,
  • ein Thermometer/Hygrometer, um ein Gefühl für die Werte zu bekommen.

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Dosierung: weniger ist mehr

  • Aufgusskonzentrat immer mit Wasser verdünnen. Die richtige Menge steht auf der Flasche, meist sind es nur wenige Milliliter pro Liter Wasser.
  • Keine reinen ätherischen Öle direkt auf die Steine geben: Sie können sich entzünden, reizen Augen und Atemwege und verkleben die Steine.
  • Pro Aufguss reichen in einer Heimsauna 2–4 Kellen. Gießen Sie langsam und verteilt, nicht alles auf eine Stelle.

Ablauf Schritt für Schritt

  1. Sauna auf 80–90 °C aufheizen lassen, die Steine müssen richtig heiß sein.
  2. Alle in der Sauna kurz fragen, ob ein Aufguss gewünscht ist.
  3. Die erste Kelle langsam auf die Steine geben und einen Moment warten, bis der Dampf aufsteigt.
  4. Bei Bedarf eine zweite und dritte Kelle nachlegen.
  5. Mit dem Handtuch die heiße Luft sanft verteilen – nicht direkt ins Gesicht wedeln.
  6. Nach dem Aufguss nur noch wenige Minuten in der Sauna bleiben und dann abkühlen.

Beliebte Düfte

DuftWirkung, wie sie meist empfunden wird
Eukalyptus, Minzefrisch, „befreiend“
Fichtennadel, Latschenkieferwaldig, klassisch
Zitrus, Orangefruchtig, belebend
Lavendelmild, entspannend
Birketypisch finnisch

Für Kinder, Schwangere oder Menschen mit Asthma lieber milde Düfte oder einfach nur Wasser verwenden.

Häufige Fehler

  • Zu viel Wasser auf einmal: Der Dampfstoß ist unangenehm und kühlt die Steine aus.
  • Aufguss bei zu niedriger Temperatur: Das Wasser verdampft nicht richtig und tropft durch.
  • Aufguss auf einem Ofen, der dafür nicht geeignet ist: Manche Öfen (und alle Infrarotkabinen) sind nicht für Aufgüsse gemacht – Herstellerangaben beachten.
  • Falsche Steine: Saunasteine sind spezielle, hitzebeständige Steine. Kieselsteine aus dem Garten können platzen.
  • Steine nie wechseln: Mit der Zeit zerbröseln sie und lagern Kalk an. Prüfen Sie sie etwa einmal im Jahr und ersetzen Sie gesprungene Steine.

Tipp: Eis-Aufguss

Statt Wasser können Sie auch Eiswürfel (oder mit Aufguss versetztes Eis) auf die Steine legen. Das Eis schmilzt langsam, und der Dampf entsteht gleichmäßiger und sanfter.

Wie viele Saunagänge sinnvoll sind und wie man richtig abkühlt, lesen Sie in Richtig saunieren.